Die Domain Me.ga von Kim Dotcom wurde beschlagnahmt
“Kim Schmitz plant die größte illegale Filesharing-Plattform aller Zeiten”
Während gegen den berüchtigten Kim DotCom immernoch die Ermittlungen bezüglich seines letzten Filesharing-Projektes Mega-Upload laufen, hat Kim sein neues Projekt Mega-Box bereits vollständig konzipiert, finanziert wie auch programmiert und dieses soll im Januar 2013 online gehen – zum ersten Todestag seiner letzten Plattform. Aber wie es aussieht will das afrikanische Land Gabun nichts mit dem Internetverbrecher Kim Schmitz zu tun haben. Bremsen wird ihn das jedoch bei seinem Mega-Plan nicht.
Die Regierung des Landes will nicht hinnehmen, dass Dotcom eine Adresse ihres Landes für seinen illegalen Datenspeicher verwendet. “Gabun kann nicht als Plattform oder Bühne für Urheberrechtsverletzungen dienen oder von skrupellosen Menschen benutzt werden”, gab der afrikanische Kommunikationsminister Blaise Louembe laut der Nachrichtenagentur AFP bekannt. Nach der Bekanntgabe gab der Minister die sofortige Sperrung der Domain beim zuständigen Provider in Auftrag.
Kim Schmitz registrierte extra keine Domain mit der Endung *.com, um es offensichtlich der amerikanischen Regierung schwer zu machen. Auf *.com-Domains hat die US-Regierung sofortigen Zugriff und würde das neue Projekt wenige Minuten nach dem Launch wieder vom Netz nehmen. Damit drohte der ermittelnde Staatsanwalt bereits und warnte Schmitz vor der Inbetriebnahme der neuen Plattform. Die Plattform werde laut dem FBI ein weiterer Punkt in der Ermittlungsakte.
Derzeit kämpft Dotcom in Neuseeland gegen seine Auslieferung in die USA. Wegen zahlreichen Ermittlungsfehlern verzögert sich die Auslieferung immer weiter. Bisher weiß keiner wann genau Kim Schmitz ausgeliefert werden kann, um ihn dem Staatsanwalt zu stellen. Ihm soll dort vorgeworfen werden, an illegalen Kopien von Kinofilmen über seine Filesharing-Plattform Mega-Upload verdient zu haben. Hunderte Millionen Dollar sollen dabei geflossen sein. Schätzungen zufolge drohen ihm 20 Jahre Haft.
Für sein neues Filesharing-Portal hat Kim Schmitz sich einen Trick ausgedacht. Er will nur verschlüsselte Dateien auf den Servern ablegen und sich so jeder juristischen Verantwortung entziehen. Außerdem sollen die Dateien nicht auf Servern in den USA liegen, sondern auf den Servern von internationalen Anbietern, die mit Dotcom ins Geschäft kommen wollen. Mit Megabox soll außerdem ein Musikangebot starten, bei dem Künstler verdienen, nicht Plattenlabels. Das Startkapital für den Dienst soll sich Schmitz von früheren Geschäftskontakten zusammen gesammelt haben.
Den Verlust der Me.ga-Domain bereitet Kim DotCom wohl keine Schmerzen: “Keine Sorge. Wir haben eine alternative Domain”, meldete er am Dienstag über Twitter. Zudem verdächtigt Schmitz das FBI hinter der Domain-Sperrung.
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